Es begann weder mit Licht noch mit Schatten…

… sondern mit einem pumpenden Harmonium in einer winzigen Kirche, wo es dem Organisten wohl nicht erlaubt war, auf der grossen Orgel zu spielen – er musste auf das vorne neben dem Altar stehende Harmonium ausweichen. Der damals dreizehnjährige Philip war enttäuscht, nicht den fetten Orgelsound hören zu dürfen, und währenddessen grub sich der Harmoniumsound tief ins Gedächtnis ein. Viele Jahre später inspirierte ihn gerade dieser Sound zur Eingangsmelodie von Schatten des Lichts.
Dass das Lied einmal so heissen würde, wusste er zu diesem Zeitpunkt selbstverständlich noch nicht. Arbeitstitel: Talk no Talk. Weil die Blockflöte war schon eingespielt und Talk Talk auch mal eine Blockflöte in einem Song hatte. Das wars dann aber schon mit Gemeinsamkeiten.

Text und Gesang

Der Text kam dann erst ein paar Monate und Instrumente später, als es darum ging, das noch Instrumentallied fertig zu komponieren. Ein Samstagabend, Bleistift und Papier. Ein paar wenige Strophen hatten wir in Kürze zusammen und die weiteren wollten wir nach den ersten Versuchen der Gesangsmelodie dichten. Unser Minimalismus hat sich ausgezahlt, merkten wir doch schnell, dass wir nur halb so schnell wie geplant singen sollten und so reichten uns die vermeintlichen wenigen Strophen plötzlich für das ganze Lied. Noch ein paar Backgroundstimmen dazu, ein kleines „verlangt, verlor’n und unerlebt“ sowie ein „Schatten der Nacht“ dazwischen reingeschrien und das Lied war fertig. Dachten wir.

Feinarbeit, ein Klacks

Jetzt fing sie aber erst an, die Feinarbeit. Instrumente neu einspielen, Melodie neu einsingen. In mehreren, mehrstündigen Sessions und in weiterer mehrstündiger Arbeit am Computer gestaltete sich das Lied immer mehr nach Philips Zufriedenheit, bis er es dann irgendwann als gut genug für die Publikation befand. Während wir 14 Wochen auf die Registrationsbestätigung der SUISA warteten, machten erst mal gar nichts.

Auf die Idee, ein Video zu drehen, kamen wir nämlich erst nachher. Ohne Video wollten wir den Song jetzt nicht mehr auf den Markt bringen. Also stürzten wir uns in das Videoprojekt, ahnungslos, was auf uns zukommen wird. (Siehe dazu unser Video vom Making of…,)

In dieser Zeit nahm Philips Zufriedenheit mit dem Mix des Songs wieder ab, weshalb er mehrmals komplett von vorne begann mit dem Abmischen und Mastern. Philip hatte ständig das Gefühl, dass er es heute richtig weit gebracht hatte, nur um seinen Enthusiasmus beim nächsten Reinhören gedämpft zu kriegen, weil es dann doch eher zwei Schritte zurück waren als einer vor. Nun, auch wenn man anders herum um die Welt läuft, kommt ja zum Ziel, dauert halt ein wenig länger.

 

Auf die Plätze, fertig, … und los

Nun ist sie hier, unsere erste Single. Wir sind voller Freude, es bis hier geschafft zu haben. Und können es kaum erwarten, die Zeit zu finden, die vielen anderen Songs für euch fertigzustellen.

Single Unkruut - Schatten des Lichts